2.10. - Garbsener Gold-Zwerge haben wieder zugeschlagen!

In Hamburg bei der 39sten Auflage des Festes der 1000 Zwerge, wie sich eines der größten Schülersportfeste Deutschlands nennt, hat Melina Schröder vom Garbsener SC ihr Hochsprung-Gold aus dem letzten Jahr auf grandiose Art und Weise verteidigt. Im starken Teilnehmerfeld mit 20 Springerinnen aus Finnland und ganz Deutschland waren nach übersprungenen 1,53m noch 3 Springerinnen im Feld. Neben Melina waren das Gesa Dobberschütz aus Grevesemühlen und Meike Haiduk aus Neumünster. Für sie alle drei bedeutete das bereits eine neue persönliche Bestleistung. Melina blieb bis hierhin sogar ohne Fehlversuch, was sie bereits auf Platz 1 brachte, doch nach einem Fehler im ersten Versuch über 1,56m übersprang sie auch diese Höhe noch. Das war auch notwendig für den Sieg, da die Springerin aus Grevesmühlen im dritten Versuch ebenfalls die 1,56m schaffte. Meike Haiduk scheiterte an dieser Stelle und für die Sportlerin aus Schleswig-Holstein bedeutete das die Bronzemedaille. Über 1,59m kam dann niemand mehr, obwohl Melina teilweise nur sehr knapp an dieser Höhe scheiterte. Gesa Dobberschütz aus Mecklenburg-Vorpommern erhielt die Silbermedaille aufgrund der größeren Anzahl an Fehlversuchen, während Melina wie im vergangenen Jahr wieder mit der Goldmedaille ganz oben auf dem Podium stand.

Melina Schröder nach und bei der Siegerehrung für den Hochsprung der Altersklasse W13

Eine weitere Goldmedaille gewann Anastasia Schmidt im Weitsprung der W11. Erst im sechsten Versuch sprang sie eine herausragende Bestleistung von 4,40m und schob sich vom Silberrang hoch nach ganz Oben. Bereits im vorher ausgetragenen 50m-Hürdensprint für Kinder gewann sie die Silbermedaille. Zusätzlich zum Hochsprung gewann Melina Schröder durch eine weitere neue persönliche Bestleistung im Weitsprung ebenfalls noch eine Silbermedaille. Der Satz auf 4,72m kam genau zum richtigen Zeitpunkt im dritten Versuch, wo sie vorher noch auf Platz 10 lag und damit fast im Vorkampf ausgeschieden wäre. Gleich zwei Auszeichnungen dieser Art gab es schon am Samstag für Malte Büttner im Hoch- und auch im Weitsprung. Zum Sieg gegen jeweils starke Gegner reichte es leider nicht, doch mit einem Hochsprung der in einer Bestleistung von 1,75m mündete, katapultierte er sich in zuvor unerreichbare Höhen. Bei dieser großartigen Leistung war die Platzierung nicht mehr entscheidend zumal Sieger Karl Scheffels aus St. Peter Ording ebenfalls seinen besten Tag auspackte und mit 1,85m Veranstaltungsrekord sprang. Im Weitsprung sprang Malte 5,29m um Doppelsilber perfekt zu machen. Sein Bruder Jonas Büttner (M14) gewann ebenfalls wie Theo Schlaphoff (M15) Bronze in seinem 800m-Lauf. Theo steigerte seine Bestzeit herausragend um über 9 Sekunden auf 2:14,75 Min. Am Sonntag folgte eine weitere 800m-Medaille. In einem äußerst schnellen Rennen lag Maryam Amaadacho nach einer Runde noch auf Platz 6, doch trotz des hohen Tempos konnte sie auf den letzten 300 Metern als einzige noch zulegen und erkämpfte sich noch Platz 3 in 2:36,78 Minuten. Diese Leistung bedeutete ebenfalls eine Steigerung um über 7 Sekunden zur besten Vorleistung. Ihre Schwester Yasmin Amaadacho gewann am Vortag bereits Silber über die 300m Hürden. Sie lief diese Strecke zum ersten Mal, doch da sie die 80m-Hürden und die 300m ohne Hürden bereits sehr gut gelaufen ist, war es fast klar, dass ihr auch die Langhürden liegen werden. Die Zeit von 47,83 Sekunden ist sogar eine Unterbietung der Norm für die deutschen U16-Meisterschaften an denen Yasmin nächstes Jahr teilnehmen möchte. Die Qualifikation dafür muss zwar im nächsten Jahr erneut erbracht werden, doch schon jetzt im ersten Rennen ist das mehr als nur eine Randnotiz. In 2018 sind für Yasmin neben dieser Norm, noch weitere Qualifikationen für nationale Meisterschaften auf dem Plan.

Anastasia Schmidt bei der Siegerehrung im Weitsprung

Schon 2016 steigerte Melina Schröder ihre Hochsprung-Bestleistung in Hamburg zum Saisonabschluss um 7 Zentimeter um den Sieg klar zu machen. In diesem Jahr war dieser Umstand wieder notwendig um zu Gold zu springen. Höher als Melina sprang in diesem Jahr kein 13-jähriges Mädchen aus Niedersachsen (nur Grete Kuhr aus Papenburg schaffte ebenfalls 1,56m) und auch in Deutschland, wo es keine offiziellen Bestenlisten gibt, zählt sie mit großer Wahrscheinlichkeit zu den besten Hochspringerinnen in der W13. Der Wettkampf und das Stadion scheinen ein gutes Pflaster für sie und die anderen Nachwuchsathleten aus Garbsen zu sein. Seit einigen Jahren nimmt der GSC in einer größeren Gruppe an der Zwei-Tages-Veranstaltung teil. Bereits am Freitag Mittag reisten die meisten der "älteren" Sportler an und vebrachten 3 Tage in Hamburg, wo nach der anstrengenden Saison mit vielen Meisterschaften das Ziel dieser Aktion eher darin liegt einige schöne Dinge zu unternehmen, gemeinsam Zeit zu verbringen und ohne jeglichen Druck nochmal einen tollen Wettkampf mitzunehmen. Auch einige A- und B-Jugendliche sind regelmäßig bei dieser Abschlussfahrt dabei um die jüngeren Teilnehmer anzufeuern. Es ist gut möglich, dass genau dieses Umfeld mit verantwortlich für die erwähnten starken Leistungen ist. Der Hamburger SV richtet diesen Wettkampf seit vielen Jahren ebenfalls mit sehr viel Hingabe und großer Arbeitsleistung aus und sogar das Wetter spielt in jedem Jahr mit in einer Stadt, wo es sonst fast immer regnet, wenn man sie besucht.