31.10.16 - Vivian Herrmann gewinnt wieder in Malaga

Spanien und Vivian Herrmann – das passt augenscheinlich richtig gut zusammen. Denn ihre größten Siege feierte die Judoka vom Garbsener SC bisher zumeist auf der iberischen Halbinsel. Nun ist schon wieder einer dazugekommen. Ein Jahr, nachdem sie beim Europa-Cup in Malaga ihren ersten internationalen Sieg gefeiert hatte, wiederholte sie ihren Triumph beim Welt-Cup. In der Klasse bis 63 Kilogramm war die 22-Jährige im Frauen-Feld nicht zu schlagen.

Nach vier Monaten Zwangspause wegen einer Bänderverletzung im Knie verlief das Comeback optimal. Die Spanierin Cabana Pérez wie auch Martha Palombini aus Italien legte sie in den ersten beiden Runden vorzeitig auf die Matte. Nur das Halbfinale gegen Angeles Lopéz Aguilera (Spanien) ging über die volle Kampfzeit von vier Minuten – war aber nach Punkten eine klare Angelegenheit für Herrmann. Im Finale gegen die nächste Spanierin siegte Herrmann wieder vorzeitig. Gegen Isabell Puche führte die Garbsenerin bereits nach Punkten, als sie ihre Kontrahenten mit einer Würgetechnik zur Aufgabe zwang. „Puche ist immerhin Nummer 32 der Weltrangliste. Und Vivian hat den Kampf absolut dominiert“, urteilte ihr Vater Thomas Herrmann zufrieden.

Nach diesem Triumph buchte der Vater auch gleich seinen Flug nach Tel Aviv. Dort steigt ab dem 11. November die U-23-Europameisterschaft. Und dass die Garbsenerin nominiert wird, steht nun außer Frage – dass der Vater wieder als ihr Betreuer mitfliegt, natürlich ebenso. Leine-Zeitung 31.10.16 M. Abromeit