7.3.16 - Olympische Spiele zur Probe

 – das steht am 10. März für Vivian Herrmann vom Garbsener SC an. Am Freitag vorher ist sie nach Rio de Janeiro geflogen. Beim olympischen Vorturnier werden Hallen, Matten und Abläufe geprobt. „Aber ein sportliches Highlight ist das, auch wenn es nur ein Einladungsturnier ist, trotzdem. Alle führenden Judo-Nationen von Japan bis Kuba sind dabei“, sagt Vater Thomas Herrmann.

Tochter Vivian hatte gleich doppelt Glück, dass sie dabei ist. Nur jeweils zwei Gewichtsklassen wurden bei Männern und Frauen für diesen Test ausgewählt. Herrmanns Klasse bis 63 Kilogramm war dabei. Und dann bekam die Garbsenerin auch die Nominierung vom Verband, obwohl sie vor zwei Wochen beim Grand Prix in Düsseldorf an ihrem 22. Geburtstag schon in der ersten Runde ausgeschieden war. „Es wurden extra die Kämpferinnen ausgewählt, die eine gute Perspektive für die Spiele 2020 in Tokio haben“, sagt der Vater. So schnuppert Vivian Herrmann vorolympische Luft. „Für mich ist das ein große Ehre, dass ich das Vertrauen der Bundestrainer bekommen habe und in Rio – wenn auch nur beim Test – dabei sein darf“, sagt die GSC-Kämpferin.

Bundestrainer Michael Bazynski hatte noch seine Tochter Nadja als Alternative gehabt. Aber Herrmanns Landestrainer Sven Loll, auch Kotrainer von Bazynski, hat sich mit seinem Vorschlag offenbar durchgesetzt. Als aktuelle Olympia-Starterin ist Martyna Trajdos vom Eimsbütteler TV in dieser Klasse gesetzt. mab